09 | 09 | 2010
VT 98 Schienenbus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael   
Donnerstag, 26. Mai 2005 um 21:44
Der Schienenbus VT 98

Image

Vorbild


Zu Beginn der 50er Jahre war die damalige Deutsche Bundesbahn bestrebt, den schwerfälligen Betrieb mit den oft veralteten Dampflokomotiven auf den noch zahlreichen Nebenbahnen wirtschaftlicher zu gestalten. Die Fahrzeugindustrie entwickelte daher einen 2-achsigen Leichtbautriebwagen mit einem 150 PS starken Dieselmotor für die DB, der bereits von der Konstruktion her viele Komponenten des Omnibusbaus in sich barg. Dieser Triebwagen erhielt die Baureihennummer VT 95 und konnte einen Beiwagen (VB 142) mit sich führen, der mittels Scharffenbergkupplung mit dem Triebwagen gekuppelt war. Steigendes Verkehrsaufkommen und auch Langläufe über Hauptstrecken führten bald zu der Erkenntnis, daß der VT 95 für diese Verkehrsaufkommen zu schwach motorisiert war. Die Fahrzeugindustrie konnte auch aufgrund der ansonsten guten Betriebseigenschaften des VT 95 den nunmehr 2-motorigen VT 98 für die DB zur Verfügung stellen. Die beiden Hauptmerkmale der konstruktiven Veränderungen gegenüber dem VT 95 waren:

1. der Einbau eines zweiten Dieselmotors mit Antrieb auf die 2. Achse und
2. die Ausrüstung mit normalen Stoß- und Zugeinrichtungen (Puffer- und Schraubenkupplung).

Hierdurch erwies sich der VT 98 kompatibler mit den anderen Fahrzeugen des Regelverkehrs. So konnte z.B. ein Expressgüterwagen mitgeführt oder der Triebwagen in lokbespannten Zügen am Zugschluß eingestellt werden. Die bekannteste Bespannungsvariante war wohl VT-VB-VS (Triebwagen-Beiwagen-Steuerwagen). Der VT 98, ursprünglich für eine Nutzungsdauer von 15 - 20 Jahren konzipiert, ist wegen seiner robusten Bauweise auch heute noch in manchen Exemplaren anzutreffen.

Modell


Das Modell stammt von ROCO. Leider sind die Fahreigenschaften nicht optimal, da der Rahmen sehr starr ist. Ich habe inzwischen die Radsätze gegen welche ohne Haftreifen (wegen Stromaufnahme) ausgetauscht, aber noch nicht perfekt. Hier steht ein Umbau auf Stromaufnahme auch am Beiwagen an. Damit baue ich auch das Licht, das im Beiwagen immer leuchtet auf eine Schaltmöglichkeit mit Decoder um.

Folgende Funktionen sind digital schaltbar:

  • fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung
  • Dieselgeräusch

Update 27.03.2005:

In den Triebwagen wurde ein Stützkondensator eingebaut, wesentlich besseres Fahrverhalten!! Außerdem hab ich den Strom für die Beleuchtung über 2 dünne Kabel in den Beiwagen geleitet und dort angeschlossen... Jettzt gibts schaltbares Licht :-)

Ein Bild gibts im Baufortschritt.

Aktualisiert ( Donnerstag, 26. Mai 2005 um 21:54 )